Summ, Summ, Summ - Die emsigen BW-Bienen.

Seit 2017 leben zwei Bienenvölker auf dem BW-Betriebsgelände. BIENEN-UPDATE.

Im April 2017 hat BW die Patenschaft für zwei Bienenvölker übernommen - seitdem sind ca. 60.000 Bienen auf dem Firmengelände beheimatet und arbeiten fleißig an der Herstellung des leckeren BW-HONIGS. Dieser wurde sowohl 2017 als auch 2018 von der Universität Hohenheim mit Premiumqualität ausgezeichnet. In Anlehnung an die BW-Firmengründer von 1888 Louis Burkhardt und Johannes Weber heißen die Bienen-Königinnen LOUISA und JOHANNA.

BW ist dazu eine Kooperation mit der Reutlinger Imkerin Birgit Wester eingegangen. Birgit Wester ist seit 2015 als Berufsimkerin tätig und das mit Leib und Seele. Bei ihr und ihrer Marke „BienenElfe“ steht das Bienenwohl im Vordergrund. Die Bienenvölker müssen nicht wandern, um möglichst viel Honig zu produzieren, sondern dürfen an einem Standort bleiben.
 
Alle paar Wochen schaut Birgit Wester bei den Bienen vorbei und überzeugt sich, ob alles in Ordnung ist. „Störungen während des Winters werden vermieden. Da reicht es, wenn man sein Ohr an die Bienenwohnungen hält – hört man ein wohliges Grundsummen ist alles gut.“, so die Bienenexpertin.

Die "Produktionshallen" der BW-Bienchen wurden von Kindern der BW-Mitarbeiter liebevoll gestaltet.

Die Honigernte steht immer im Sommer an. Nachdem es im Jahr 2017 Weißtannen-Fichten-Honig und in 2018 Sommertrachthonig gab, ist 2019 das Jahr des Honigtauhonigs. Die Witterungsbedingungen haben die Bienen 2019 jedoch hart auf die Probe gestellt. Der Frühling ist aus Bienensicht ausgefallen - im Februar war es zwar warm und trocken, doch eine sehr kurze Obstblüte mit wenig Nektar, gefolgt von einem kalten, nassen Mai, in dem es so gut wie keine Nahrung von außen gab, haben sie das bisschen, was sie finden konnten, vollständig für sich brauchen lassen.  Ausreichend Nahrung, gab es somit erst ab Juni. Und in diesem Jahr deshalb viel Blatthonig. Zusätzlich waren Bäume, besonders die Linden aber auch der Ahorn lausig. Die Bienen haben den süßen Saft der Honigtauerzeuger abgeschleckt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der BW-Honig 2019 ein Honigtauhonig ist, der zur Familie des Blatthonigs zählt. Die Charakteristik des Honigs ist flüssig, mit einem würzig-leicht karamellisierten Geschmack. Wie üblich erscheint dieser im neuen BW-Gewand und hat wieder Premiumqualität. 

BIENEN-UPDATE 2020:
Mit Spannung wurde erwartet, ob die BW-Bienchen auch 2020 fleißig waren. Während der Ernte gab es wie üblich viele lehrreiche Hintergrundinformationen von Imkerin Birgit Wester. Wussten Sie schon, dass bereits ab August bei den Bienen der Winter eingeläutet wird?

Deshalb hat Frau Wester nach Entnahme der Honigwaben auch mit etwas Futterteig bestehend aus feuchtem Puderzucker nachgeholfen, damit die Bienen gut über die kalte Jahreszeit kommen. Zwar sind noch einige Kilo Honig im Bienenvolk, doch üppige Vorräte, für die vielen Monate in welchen in der Natur nichts blüht, sind hilfreich.

Damit die Ernte sowohl für Mensch als auch Biene möglichst entspannt abläuft, wurde bereits zwei Tage zuvor eine sogenannte Bienenflucht eingesetzt. Vorstellen kann man sich dies als eine Art Labyrinth, welches den Honigraum vom Brutraum trennt. Die Bienen wollen aus dem Honigraum auch runter in den Brutraum und finden dann nicht wieder nach oben. Das hat zur Folge, dass bei der Ernte wenige Bienen im Honigraum sind, die abgefegt und abgeschüttelt werden müssen – auf diese Weise bleiben alle ruhig.

Die diesjährige Ernte hat wie schon 2018 einen Sommertracht-Honig hervorgebracht, in dem 529 verschiedene Pollen nachgewiesen werden konnten. Darunter befinden besonders häufig Sommerflieder und Ahorn, und auch der Anteil an Blütenhonig und necktarlosen Pollen wie Rosen und Holunder ist höher als in den vergangen Jahren. Mit einem geringen Wassergehalt und einer Invertase von 219 U/kg ist der Honig wieder von Premiumqualität. 

Mitarbeiter und Kunden können den Honig wie gewohnt erwerben. Der Erlös wird jedes Jahr einem wohltätigen Zweck gespendet. 2020 ging das Geld an folgende zwei Projekte: Die ROMI-Stiftung, die sich um Kinder aus sozialschwachen Familien in Brasilien kümmert sowie einem Projekt zur Aufforstung der Wälder in Baden-Württemberg, um einen nachhaltigen Beitrag für das Klima zu leisten.